Vitamin C – der Allrounder für Gesundheit und Schönheit
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Vitamin C gehört zu den bekanntesten Vitaminen – und das völlig zu Recht. Es spielt eine zentrale Rolle für unser Immunsystem, schützt unsere Zellen und ist gleichzeitig ein wichtiger Beauty-Nährstoff. Doch was macht Vitamin C so besonders und warum sollten wir auf eine ausreichende Versorgung achten?

Inhalt
Wofür brauchen wir Vitamin C?
Vitamin C zählt zu den wichtigsten Nährstoffen für unseren Körper. Es ist nicht nur am Aufbau des Bindegewebes beteiligt, sondern unterstützt auch die Aufnahme von Eisen und wirkt als kraftvolles Antioxidans. Doch was bedeutet das genau und warum ist Vitamin C für uns so unverzichtbar?
Was ist Vitamin C?
Vitamin C, auch Ascorbinsäure genannt, ist ein wasserlösliches Vitamin, das der Körper nicht selbst herstellen kann. Deshalb müssen wir es täglich über die Ernährung aufnehmen. Da überschüssiges Vitamin C ausgeschieden wird, ist eine regelmässige Zufuhr besonders wichtig.
Vitamin C für das Immunsystem
Vitamin C unterstützt die normale Funktion des Immunsystems und hilft dem Körper, sich gegen Krankheitserreger zu wehren. Besonders in stressigen Zeiten, bei körperlicher Belastung oder in der Erkältungssaison steigt der Bedarf. Zudem trägt Vitamin C dazu bei, Müdigkeit und Erschöpfung zu reduzieren.
Vitamin C für die Haut und das Bindegewebe
Auch für die Haut ist Vitamin C unverzichtbar. Es ist massgeblich an der Kollagenbildung beteiligt und trägt so zur Festigkeit und Elastizität der Haut bei. Als starkes Antioxidans schützt es die Haut vor freien Radikalen, die durch UV-Strahlung und Umweltverschmutzung entstehen und die Hautalterung beschleunigen können.
Vitamin C und die Augengesundheit
Aktuelle Forschung zeigt, dass Vitamin C auch für unsere Augen eine wichtige Rolle spielt. Nervenzellen im Auge benötigen Vitamin C, um visuelle Informationen korrekt an das Gehirn weiterzugeben. Zudem enthält die Augenlinse besonders hohe Mengen Vitamin C, das dazu beitragen kann, eine Eintrübung der Linse – den grauen Star – zu verhindern. Studien deuten ausserdem darauf hin, dass eine gute Vitamin-C-Versorgung das Risiko für eine frühzeitige altersbedingte Sehschwäche senken kann.

Was passiert bei Vitamin-C-Mangel?
Wie gravierend ein Vitamin-C-Mangel sein kann, zeigte sich früher bei Seefahrern: Ohne frische Lebensmittel litten sie an Skorbut, einer schweren Mangelerkrankung mit Zahnausfall, Muskelschwund, inneren Blutungen und letztlich tödlichem Herzversagen.
Heute sind solche Extreme selten, dennoch kann ein Mangel vielfältige Symptome verursachen:
Zahnfleischbluten und Blutungen der Haut oder Schleimhäute
Leistungsschwäche und chronische Müdigkeit
Stimmungsschwankungen und Konzentrationsprobleme
Gelenkbeschwerden
Verzögerte Wundheilung und Blutarmut
Zusätzlich benötigt der Körper Vitamin C zur Bildung des Enzyms Diaminoxidase (DAO). Fehlt dieses Enzym, kann Histamin nicht ausreichend abgebaut werden – mögliche Folge: Symptome einer Histaminintoleranz wie Verdauungsprobleme, Hautreaktionen oder Herz-Kreislauf-Beschwerden.
Wer hat ein erhöhtes Risiko für einen Mangel?
Während Säuglinge über Muttermilch in der Regel ausreichend versorgt sind, gibt es bestimmte Risikogruppen:
Menschen mit sehr geringem Obst- und Gemüsekonsum
Raucher*innen (erhöhter Bedarf)
Menschen nach Operationen
Alkoholkranke
Personen mit Nieren- oder Darmerkrankungen
Ältere Menschen
Wie viel Vitamin C braucht der Körper?
Die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Erwachsenen etwa 100 Milligramm Vitamin C pro Tag. Männer sollten rund 110 Milligramm, Frauen etwa 95 Milligramm aufnehmen. Dieser Bedarf lässt sich bereits mit ein bis zwei Orangen täglich decken. Schwangere, Stillende und Raucher benötigen etwas mehr.

In welchen Lebensmitteln steckt Vitamin C?
(Angaben ca. mg pro 100 g, roh bzw. schonend gegart)
Sehr hoher Gehalt
Acerola-Kirsche – ca. 1700 mg
Hagebutten – ca. 1250 mg
Sanddorn – ca. 450 mg
Hoher Gehalt
Schwarze Johannisbeeren – ca. 170–180 mg
Rote Paprika – ca. 140 mg
Petersilie (frisch) – ca. 160 mg
Grünkohl – ca. 105 mg
Brokkoli – ca. 90 mg
Rosenkohl – ca. 85 mg
Guter Gehalt
Kiwi – ca. 90 mg
Erdbeeren – ca. 55–60 mg
Orange – ca. 45–50 mg
Zitrone – ca. 50 mg
Papaya – ca. 60 mg
Ananas – ca. 45 mg
Gemüsesorten
Blumenkohl – ca. 50 mg
Spinat (roh) – ca. 50 mg
Weisskohl / Rotkohl – ca. 45–50 mg
Tomaten – ca. 20 mg
Vitamin-C-Verluste – darauf sollte man achten
Vitamin C ist empfindlich. Erntezeitpunkt, Transport, Lagerung und Zubereitung beeinflussen den Gehalt erheblich. Zu viel Luft, Licht oder Hitze kann das Vitamin zerstören. Auch langes Waschen oder Kochen führt zu Verlusten, da Vitamin C wasserlöslich ist.
Tipp: Gemüse nur kurz waschen, möglichst roh verzehren oder schonend andünsten. Blanchieren, also kurzes Erhitzen, kann enzymatische Abbauprozesse stoppen und den Vitamin-C-Gehalt besser erhalten.
Vitamin-C-Präparate – sinnvoll oder nicht?
In der Regel lässt sich der Bedarf gut über eine ausgewogene Ernährung decken. In bestimmten Lebenssituationen – etwa bei Stress, Krankheit oder einseitiger Ernährung – können Vitamin-C-Supplemente jedoch sinnvoll sein. Wichtig ist eine moderate Dosierung und eine regelmässige Einnahme.
Der Körper nimmt Vitamin C aus Präparaten nicht vollständig auf – etwa 50 bis 70 Prozent gelangen in die Blutbahn. Hochdosierte Präparate mit 1000 Milligramm täglich eignen sich daher gut, um den Bedarf zuverlässig zu decken, insbesondere bei erhöhtem Bedarf.
Tipp: Vitamin C sollte nicht am späten Nachmittag oder Abend eingenommen werden, um Schlafprobleme zu vermeiden.
Ist eine Überdosierung möglich?
Vitamin C gilt als sehr sicher. Die empfohlene obere Grenze liegt bei 2000 Milligramm pro Tag. Mengen über 1000 Milligramm können bei empfindlichen Personen jedoch Nebenwirkungen verursachen, wie:
Durchfall
Bauchschmerzen
Blähungen
Kopfschmerzen
Diese Beschwerden sind meist harmlos und verschwinden nach Reduktion der Dosis.
Resümee von VitaHappy
Vitamin C ist weit mehr als nur das „Erkältungsvitamin“. Es stärkt das Immunsystem, bewahrt die Gesundheit von Haut, Augen und Zellen, unterstützt die Wundheilung und fördert unsere Energie und Lebensqualität. Mit einer ausgewogenen, vielfältigen Ernährung – ergänzt durch hochwertige Vitamin-C-Präparate, wenn nötig – legt man den Grundstein für ein vitales und gesundes Leben. Eine tägliche, zuverlässige Versorgung mit Vitamin C ist ein einfacher, aber wirkungsvoller Schritt, um Körper und Geist langfristig zu stärken und das Wohlbefinden nachhaltig zu steigern.



